Das Projekt „Rechtsvergleich Doppik“

Die Datenbank www.doppikvergleich.de bietet einen bundesweiten Überblick über das Haushaltsrecht der Kommunen (Doppik) und an Themenschwerpunkten orientierte Informationen zu den International Public Sector Accounting Standards (IPSAS).

Vergleichbarkeit und Transparenz!

Die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) und die Bertelsmann Stiftung verstehen sich vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen institutionellen Herkunft als Partner der Kommunen. Sie begleiten daher die Veränderungen im Haushalts- und Rechnungswesen der Kommunen, wie beispielsweise die Einführung der Doppik auf der Grundlage des IMK-Beschlusses von 2003. Darüber hinaus greifen Sie Fachdiskussionen auf, aktuell die von der EU-Kommission ausgehende Initiative zur eventuellen Anwendung europaweiter Rechnungslegungsregeln für den öffentlichen Sektor - kurz European Public Sector Accounting Standards (EPSAS). 

Aktuelles

Gutachten zu Abweichungen der IPSAS vom kommunalen Haushaltsrecht in Deutschland

Die kommunalen Spitzenverbände, die Bertelsmann Stiftung und die KGSt haben ein Gutachten zu Unterschieden zwischen ausgewählten IPSAS-Standards und dem derzeit gültigen kommunalen Haushaltsrecht in Auftrag gegeben.  Die IPSAS dienen der EU-Kommission als Grundlage für die Entwicklung eigener europäischer Standards - EPSAS. In dem Gutachten werden ausgewählte IPSAS mit den Regelungen der kommunalen Doppik verglichen. Wesentliche Unterschiede werden so sichtbar.

In die Datenbank doppikvergleich.de  wurden die Kernaussagen  ausgewählter IPSAS aufgenommen. Ein Vergleich mit dem derzeit gültigen länderspezifischen Haushaltsrecht ist nun möglich. Erfahren Sie mehr zum Vergleich auf der Übersichtsseite der IPSAS.

Bundesministerium der Finanzen (BMF) schreibt Forschungsvorhaben zum Vergleich der IPSAS mit den Standards staatlicher Doppik aus

Ziel des Forschungsprojektes ist es darzustellen, wie der regelungstechnische Inhalt der IPSAS verändert werden müsste, um Konsistenz zu den Standards der staatlichen Doppik, wie sie von Bund und Ländern entwickelt wurden, herzustellen. Insbesondere sollen die Einschränkung von Wahlrechten überprüft  und praktische Anpassungen der Buchführung nach den Standards der staatlichen Doppik untersucht werden. Ergebnisse werden für Herbst 2015 angekündigt.

Weitere Informationen des BMF hier .


Neues zur Doppik....

Überarbeitung des Buchführungsleitfadens in Baden-Württemberg, Stand Juli 2015

Download hier.

Die evangelisch lutherische Landeskirche in Hannover stellt ihr Rechnungswesen auf die Doppik um. Mehr zur kirchlichen Doppik hier.

NEWS

Neuer IPSASB-Vorsitzender ernannt

Ian Carruthers ist zum neuen Vorsitzenden des Rats für internationale Rechnungslegungsstandards für den öffentlichen Sektor (International Public Sector Accounting Standards Board, IPSASB) berufen worden. Seine dreijährige Amtszeit wird am 1. Januar 2016 beginnen.

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Die Schweiz hat in den letzten 20 Jahren auf allen staatlichen Ebenen das doppische Rechnungswesen eingeführt. Politik und Verwaltung sind kostenbewusster geworden und Ausgaben- und Schuldenbremsen verhindern die Verschiebung von Lasten auf künftige Generationen.

Prof. Dr. Ernst Buschor

Das neue doppische Haushalts- und Rechnungswesen ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer wirksamen Verwaltungssteuerung. Deshalb kommt seiner zielgerechten Ausgestaltung eine entscheidende Bedeutung zu.

Prof. Dr. Jürgen Gornas

Eine verbesserte Steuerung ist das Hauptziel des neuen Haushalts- und Rechnungswesens der Kommunen. Zweifelsfragen bei der Erstellung von Eröffnungsbilanzen und Jahresabschlüssen sollten deshalb nicht "technisch" gelöst werden. Vorrangig ist zu fragen, mit welcher Bilanzierungsalternative (im Rahmen des gesetzlich Zulässigen) die Steuerung am besten unterstützt werden kann.

Prof. Dr. Martin Richter

Privatwirtschaftliche Unternehmen verschiedenster Wirtschaftszweige können und müssen im Wesentlichen mit einem einheitlich geregelten externen Rechnungswesen auskommen. Vor diesem Hintergrund ist die sich entwickelnde Vielfalt an unterschiedlichen Regelungen im kommunalen Haushalts- und Rechnungswesen weder verständlich noch notwendig. Diese Uneinheitlichkeit erschwert erheblich den interkommunalen Erfahrungsaustausch und den interkommunalen Leistungsvergleich.

Prof. Dr. Andreas Lasar
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