Das Projekt „Rechtsvergleich Doppik“

Die Datenbank www.doppikvergleich.de bietet einen bundesweiten Überblick über das Haushaltsrecht der Kommunen (Doppik) und an Themenschwerpunkten orientierte Informationen zu den International Public Sector Accounting Standards (IPSAS) und den European Public Sector Accounting Standards (EPSAS).

Vergleichbarkeit und Transparenz!

Die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) und die Bertelsmann Stiftung verstehen sich vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen institutionellen Herkunft als Partner der Kommunen. Sie begleiten daher die Veränderungen im Haushalts- und Rechnungswesen der Kommunen, wie beispielsweise die Einführung der Doppik auf der Grundlage des IMK-Beschlusses von 2003. Darüber hinaus greifen Sie Fachdiskussionen auf, aktuell die von der EU-Kommission ausgehende Initiative zur eventuellen Anwendung europaweiter Rechnungslegungsregeln für den öffentlichen Sektor - kurz European Public Sector Accounting Standards (EPSAS). 

Aktuelle Änderungen auf doppikvergleich.de

14. - 15. Juni KGSt®-Kongress Haushalt und Finanzen in Dortmund!

Im Juni ist es soweit: Wir veranstalten den KGSt®-Kongress Haushalt und Finanzen im Kongresszentrum Dortmund

Mit dem Kongress bietet die KGSt alljährlich eine aktuelle Standortbestimmung zum Haushalts- und Rechnungswesen und zur leistungs- und finanzwirtschaftlichen Steuerung. Ausgewählte Themen zum Haushalt, zum doppischen Rechnungswesen und zu weiteren betriebs- und finanzwirtschaftlichen Fragestellungen werden vertieft, Entwicklungstendenzen zur politischen Steuerung diskutiert und erprobte Lösungswege, Instrumente und Maßnahmen in den Bereichen Haushalts- und Finanzmanagement vorgestellt. Neben den Impulsen aus Fachvorträgen und Workshops bietet der Kongress auch viele Möglichkeiten, Erfahrungen auszutauschen und Kontakte zu pflegen.

Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr die Zukunftsfähigkeit, wobei erst die nachhaltige und zielgerichtete Strategieentwicklung und eine langfristige Perspektive auf der Basis generationengerechter Finanzen die Basis dafür schafft. Die Beispiele aus Kommunen und aus der praxisbegleitenden Wissenschaft haben durchaus unterschiedliche Schwerpunkte und verfolgen verschiedene Ansätze.

Zudem wird die Digitalisierung einen Beitrag zum Ausbau effizienter und ganzheitlicher Planungsmethoden und einer konsequenten Erfolgskontrolle leisten. Klarheit und Transparenz im Hinblick auf Kosten und den zukünftigen Bedarf und Nutzen müssen als Grundlagen für eine langfristige und vor allem realistische Planung angesehen werden - dies gilt sowohl für Investitionen als auch für die Erarbeitung von Handlungsprogrammen auf Produktebene, die Folgekosten auslösen.

Vor der Zukunft steht die Analyse der Gegenwart: Was machen wir bereits? Wo sind wir gut, was können wir besser? Was wird von uns in Zukunft erwartet? Zunehmende Relevanz in der kommunalen Steuerung gewinnen Compliance, Risikomanagement und die technikgetriebene Performancesteuerung. Die Podiumsdiskussion zum Abschluss geht der Frage nach deren Steuerungsnutzen nach; die Diskussionsteilnehmer ziehen zum Abschluss ein Fazit aus dem Blickwinkel ihrer örtlichen Verantwortlichkeit.

 Zum Programm und zur Anmeldung geht es hier.


Rechtsgrundlagen aus Baden-Württemberg , dem Saarland und Niedersachsen in der  Datenbank aktualisiert!

 Nach der Umstellung des kommunalen Haushalts- und Rechnungswesens auf die Doppik nehmen einzelne Bundesländer nun erste Anpassungen der rechtlichen Grundlagen vor.

  • Aufgrund der Evaluierungsergebnisse hat der Landtag von Baden-Württemberg die Gemeindeordnung geändert und die Gemeindehaushaltsverordnung durch Verordnung des Innenministeriums angepasst. Gleiches gilt für die Verwaltungsvorschrift über den Produktrahmen für die Gliederung der Haushalte, den Kontenrahmen und weitere Muster für die Haushaltswirtschaft der Gemeinden (VwV Produkt- und Kontenrahmen).
  • Auch im Saarland wurden das Kommunalselbstverwaltungsgesetz, die Kommunalhaushalts-verordnung und die Verwaltungsvorschriften zu haushaltsrechtlichen Bestimmungen des Kommunalselbstverwaltungsgesetzes und der Kommunalhaushaltsverordnung (VV Kommunalhaushaltsrecht) angepasst.
  • Nehmen Sie Einblick in die neue Kommunalhaushalts- und kassenverordnung (KomHKVO) von Niedersachen.
  • Rheinland-Pfalz, Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg haben ebenfalls Veränderungen der gesetzlichen Grundlagen vorgenommen. 

Die Änderungen stehen Ihnen wie gewohnt hier für einen länderübergreifenden Vergleich zur Verfügung.

Die Schweiz hat in den letzten 20 Jahren auf allen staatlichen Ebenen das doppische Rechnungswesen eingeführt. Politik und Verwaltung sind kostenbewusster geworden und Ausgaben- und Schuldenbremsen verhindern die Verschiebung von Lasten auf künftige Generationen.

Prof. Dr. Ernst Buschor

Das neue doppische Haushalts- und Rechnungswesen ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer wirksamen Verwaltungssteuerung. Deshalb kommt seiner zielgerechten Ausgestaltung eine entscheidende Bedeutung zu.

Prof. Dr. Jürgen Gornas

Eine verbesserte Steuerung ist das Hauptziel des neuen Haushalts- und Rechnungswesens der Kommunen. Zweifelsfragen bei der Erstellung von Eröffnungsbilanzen und Jahresabschlüssen sollten deshalb nicht "technisch" gelöst werden. Vorrangig ist zu fragen, mit welcher Bilanzierungsalternative (im Rahmen des gesetzlich Zulässigen) die Steuerung am besten unterstützt werden kann.

Prof. Dr. Martin Richter

Privatwirtschaftliche Unternehmen verschiedenster Wirtschaftszweige können und müssen im Wesentlichen mit einem einheitlich geregelten externen Rechnungswesen auskommen. Vor diesem Hintergrund ist die sich entwickelnde Vielfalt an unterschiedlichen Regelungen im kommunalen Haushalts- und Rechnungswesen weder verständlich noch notwendig. Diese Uneinheitlichkeit erschwert erheblich den interkommunalen Erfahrungsaustausch und den interkommunalen Leistungsvergleich.

Prof. Dr. Andreas Lasar

Neuer IPSASB-Vorsitzender ernannt

Ian Carruthers ist zum neuen Vorsitzenden des Rats für internationale Rechnungslegungsstandards für den öffentlichen Sektor (International Public Sector Accounting Standards Board, IPSASB) berufen worden. Seine dreijährige Amtszeit wird am 1. Januar 2016 beginnen.

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Aktuelle Veranstaltungen der KGSt

4. - 5. Juni 2018 in Kassel
Seminar Controlling im Sozialbereich

17. - 21. September  2018 in Köln
Lehrgang Controlling compact!

Ansprechpartner

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