Das Projekt „Rechtsvergleich Doppik“

Die Datenbank www.doppikvergleich.de bietet einen bundesweiten Überblick über das Haushaltsrecht der Kommunen (Doppik) und an Themenschwerpunkten orientierte Informationen zu den International Public Sector Accounting Standards (IPSAS) und den European Public Sector Accounting Standards (EPSAS).

Vergleichbarkeit und Transparenz!

Die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) und die Bertelsmann Stiftung verstehen sich vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen institutionellen Herkunft als Partner der Kommunen. Sie begleiten daher die Veränderungen im Haushalts- und Rechnungswesen der Kommunen, wie beispielsweise die Einführung der Doppik auf der Grundlage des IMK-Beschlusses von 2003. Darüber hinaus greifen Sie Fachdiskussionen auf, aktuell die von der EU-Kommission ausgehende Initiative zur eventuellen Anwendung europaweiter Rechnungslegungsregeln für den öffentlichen Sektor - kurz European Public Sector Accounting Standards (EPSAS). 

Rechtsgrundlagen in der  Datenbank aktualisiert!

 Nach der Umstellung des kommunalen Haushalts- und Rechnungswesens auf die Doppik nehmen einzelne Bundesländer nun erste Anpassungen der rechtlichen Grundlagen vor.

  • Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW hat im Dezember 2018 die neue Kommunalhaushaltsverordnung verkündet. Sie ersetzt die alte Gemeindehaushaltsverordnung. Informationen dazu finden Sie hier in der Datenbank und auf den Seiten des Innenministeriums NRW. So wurde beispielsweise der alte § 12 Ziele und Kennzahlen der GemHVO nicht mehr übernommen. Eine Formulierung zu Zielen und Strategien findet sich neu in den § § 4 und 7  der KomHVO NRW.
  • Verkündet wurde in NRW das Zweite NKF-Weiterentwicklungsgesetz (2. NKFWG NRW).

    Mit Einführung des 2. NKFWG NRW zum 1. Januar 2019 besteht für Kommunen die Möglichkeit der Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Gesamtabschlusses und eines Gesamtlageberichtes. Erfüllt eine Gemeinde die in § 116 a GO NRW n. F. genannten größenabhängigen Merkmale, kann sie erstmals zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2019 auf die Aufstellung des Gesamtabschlusses verzichten. 

  • Änderungen finden sich auch im Gesetz zur Beschleunigung der Aufstellung kommunaler Gesamtabschlüsse. Hier wurden Geltungsdauer des Gesetzes und die beizufügenden Gesamtabschlüsse zum aktuellen Gesamtabschluss 2018 angepasst. 
  • Auch das Bundesland Bayern hat Änderungen in der Kommunalhaushaltsverordnung-Doppik vorgenommen. Sie wurden bereits in dieser Datenbank hinterlegt. Die Änderungsmitteilung findet sich aber auch hier.
  • Rheinland-Pfalz hat den Kontenrahmen zur Doppik verändert. Die Neuerungen sind ab dem 1.1.2019 anwendbar. Informationen finden Sie hier.
  • Mecklenburg-Vorpommern hat in 2019 zahlreiche Anpassungen in der Kommunalverfassung und in der Gemeindehaushaltsverordnung vorgenommen. Eine Zusammenfassung findet sich unter diesem folgendem Link.
  • Zum länderübergreifenden Vergleich der Rechtsgrundlagen geht es  hier .
Kennzahlenset: Zins- und Schuldenmanagement und kreditbezogenes Berichtswesen veröffentlicht!

Auf der Basis der jeweiligen landesrechtlichen Regelungen sind in den kommunalen Haushaltsplänen Ziele und Kennzahlen auszuweisen. Damit soll eine verbesserte kommunalpolitische und finanzwirtschaftliche Steuerung erreicht werden.

Das Zins- und Schuldenmanagement der Kommunen hat sich in den letzten Jahren erheblich gewandelt. Aus einer Schuldenverwaltung wurde ein Schuldenmanagement, welches zur Planung und Steuerung auch Ziele und Kennzahlen einsetzt und auf Basis von Zielvorgaben berichtet.

Der KGSt®-Bericht 12/2019 enthält ein praxisorientiertes Kennzahlenset für das kommunale Zins- und Schuldenmanagement und das kreditbezogene Berichtswesen.

Zu weiteren Informationen und zum Download für Mitglieder der KGSt geht es hier.

Muster für das doppische Rechnungswesen in NRW veröffentlicht!

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung hat unter folgendem Link das neue Muster für das doppische Rechnungswesen veröffentlicht. Das Gesetz, dass am 8. November veröffentlicht wurde, trat einen Tag später in Kraft.

KGSt startet Plattform zu Covid-19!

Der Umgang mit dem Coronavirus fordert auch die kommunalen Personal- und Organisationsbereiche heraus. Dabei ergeben sich viele Fragestellungen. Für den interkommunalen Austausch hat die KGSt jetzt eine Plattform live geschaltet, die  auf Initiative des Personalamtes der Stadt Leipzig und in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund ins Leben gerufen wurde.

Auf der Online-Plattform gibt es zwei Bereiche:

  • "Dokumente": Laden Sie Ihre örtlich entwickelten Unterlagen hoch und stellen Sie diese zum Download zur Verfügung. Andere Kommunen können die Dokumente ansehen und herunterladen.
  • "Foren": Stellen Sie Fragen und tauschen Sie sich mit anderen Kommunen aus.
  • Hier geht es zur Plattform!

KGSt startet Webinarreihe! Jeden Donnerstag um 14 Uhr!

Die aktuelle Krisensituation stellt uns alle vor große Herausforderungen, sowohl beruflich als auch privat. 

Mit unserem neuen Webinar-Angebot erhalten Sie von uns wöchentlich Input zu aktuellen Themen rund um das kommunale Management. 

Wissen kompakt! In kurzer Zeit viel Wissen abgreifen. Hier geht es zum Angebot.

Die Schweiz hat in den letzten 20 Jahren auf allen staatlichen Ebenen das doppische Rechnungswesen eingeführt. Politik und Verwaltung sind kostenbewusster geworden und Ausgaben- und Schuldenbremsen verhindern die Verschiebung von Lasten auf künftige Generationen.

Prof. Dr. Ernst Buschor

Das neue doppische Haushalts- und Rechnungswesen ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer wirksamen Verwaltungssteuerung. Deshalb kommt seiner zielgerechten Ausgestaltung eine entscheidende Bedeutung zu.

Prof. Dr. Jürgen Gornas

Eine verbesserte Steuerung ist das Hauptziel des neuen Haushalts- und Rechnungswesens der Kommunen. Zweifelsfragen bei der Erstellung von Eröffnungsbilanzen und Jahresabschlüssen sollten deshalb nicht "technisch" gelöst werden. Vorrangig ist zu fragen, mit welcher Bilanzierungsalternative (im Rahmen des gesetzlich Zulässigen) die Steuerung am besten unterstützt werden kann.

Prof. Dr. Martin Richter

Privatwirtschaftliche Unternehmen verschiedenster Wirtschaftszweige können und müssen im Wesentlichen mit einem einheitlich geregelten externen Rechnungswesen auskommen. Vor diesem Hintergrund ist die sich entwickelnde Vielfalt an unterschiedlichen Regelungen im kommunalen Haushalts- und Rechnungswesen weder verständlich noch notwendig. Diese Uneinheitlichkeit erschwert erheblich den interkommunalen Erfahrungsaustausch und den interkommunalen Leistungsvergleich.

Prof. Dr. Andreas Lasar

IDW-Stellungnahmen zu den IPSASB-Vorschlägen zur Leasingbilanzierung

25.07.2018
Nach dem neuen Standardentwurf des IPSASB werden künftig grundsätzlich sämtliche Leasingverhältnisse in der Bilanz abgebildet. Das Kriterium des wirtschaftlichen Eigentums wird ersetzt durch den sogenannten Nutzungsrechtansatz. Anders als in IFRS16 Leasingverhältnisse sieht der IPSASB den neuen Bilanzierungsansatz jedoch nicht nur für den Leasingnehmer, sondern auch für den Leasinggeber vor. Die G...
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Gatzer zu EPSAS

24.07.2018
Im Interview mit dem Neuen Kämmerer wies Haushaltsstaatssekretär Werner Gatzer (SPD) auf die Vorteile und einen Mehrwert bei der Einführung Europäischer Rechnungslegungsstandards hin. Das Interview finden Sie vollständig hier.
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Aktuelle Veranstaltungen der KGSt

KGSt-FORUM! Save the Date! 18.-20.11.2020! Anmeldung jetzt!

Alle drei Jahre findet das KGSt®-FORUM unter einem neuen Motto an wechselnden Standorten in ganz Deutschland statt. 2020 ist die kulturhistorische Stadt Bonn Gastgeberin des KGSt®-FORUMs.

Das KGSt®-FORUM ist Deutschlands größter kommunaler Fachkongress. Hier informieren sich Fach- und Führungskräfte aus Verwaltung, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft in abwechslungsreichen und anspruchsvollen Fachveranstaltungen. Entsprechend dem Motto "Innovationen. Gemeinsam. Gestalten." diskutieren wir gemeinsam über die Zukunft der Kommunen und das Erzielen nachhaltiger Vorteile für alle Mitwirkenden.

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Ansprechpartner

Bertelsmann Stiftung