IPSAS-Standards im Vergleich

Der Vergleich als Beurteilungsgrundlage für die Einführung der EPSAS in deutschen Kommunen

Prof. Dr. Berit Adam (Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin) wurde vom Deutschen Städtetag, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund, dem Deutschen Landkreistag, der Bertelsmann Stiftung und der KGSt gebeten, eine gutachterliche Stellungnahme zu  Abweichungen der IPSAS gegenüber dem derzeit gültigem kommunalen Haushaltsrecht zu erarbeiten. Das Gutachten hat dabei  ausgewählte IPSAS-Standards analysiert und stellt Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu den haushaltsrechtlichen Regelungen der Bundesländer Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen dar. Die in dem Gutachten verfasste Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte der ausgewählten IPSAS wurde in diese Datenbank übernommen. Damit ist eine Gegenüberstellung  der Regelungen in den länderspezifischen Gemeindehaushaltsverordnungen (GemHVO) und Gemeindeordnungen (GO) zu den aufgenommenen IPSAS möglich.

Folgende IPSAS-Standards wurden im Gutachten bearbeitet:

Ergänzt wird das Gutachten um eine erste Einschätzung des erforderlichen Umstellungsaufwands für kommunale Gebietskörperschaften in Deutschland inklusive von eventuell zu erwartenden Softwareumstellungen.

Bedienungsanleitung IPSAS-Vergleich

Die Anleitung dient zur besseren Bedienung der Vergleichsdatenbank zum Vergleich der Kernaussagen der ausgewählten IPSAS und der länderspezifischen Vorschriften zum kommunalen Haushaltsrecht.

Download
PDF, 306 KB

Dokumente

Im Gutachten werden Kernsätze von ausgewählten IPSAS-Standards herausgearbeitet. Die IPSAS werden für die Entwicklung von europäischen Standards (EPSAS) als Grundlage berücksichtigt. Dabei wird die Relevanz für Kommunen begutachtet und erste Schätzungen des Umstellungsaufwands vorgenommen.

Download
PDF, 781 KB

In dem Gutachten wird dargestellt, inwieweit die europäischen Verträge eine Grundlage für die Einführung von EPSAS darstellen.

Download
PDF, 403 KB

Die Schweiz hat in den letzten 20 Jahren auf allen staatlichen Ebenen das doppische Rechnungswesen eingeführt. Politik und Verwaltung sind kostenbewusster geworden und Ausgaben- und Schuldenbremsen verhindern die Verschiebung von Lasten auf künftige Generationen.

Prof. Dr. Ernst Buschor

Das neue doppische Haushalts- und Rechnungswesen ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer wirksamen Verwaltungssteuerung. Deshalb kommt seiner zielgerechten Ausgestaltung eine entscheidende Bedeutung zu.

Prof. Dr. Jürgen Gornas

Eine verbesserte Steuerung ist das Hauptziel des neuen Haushalts- und Rechnungswesens der Kommunen. Zweifelsfragen bei der Erstellung von Eröffnungsbilanzen und Jahresabschlüssen sollten deshalb nicht "technisch" gelöst werden. Vorrangig ist zu fragen, mit welcher Bilanzierungsalternative (im Rahmen des gesetzlich Zulässigen) die Steuerung am besten unterstützt werden kann.

Prof. Dr. Martin Richter

Privatwirtschaftliche Unternehmen verschiedenster Wirtschaftszweige können und müssen im Wesentlichen mit einem einheitlich geregelten externen Rechnungswesen auskommen. Vor diesem Hintergrund ist die sich entwickelnde Vielfalt an unterschiedlichen Regelungen im kommunalen Haushalts- und Rechnungswesen weder verständlich noch notwendig. Diese Uneinheitlichkeit erschwert erheblich den interkommunalen Erfahrungsaustausch und den interkommunalen Leistungsvergleich.

Prof. Dr. Andreas Lasar

Niedersachsen: Neue KomHKVO mit Ausführungserlass

28.04.2017
Mit Fassung vom 18.04.2017 ist in Niedersachsen eine geänderte Verordnung über die Aufstellung und Ausführung des Haushaltsplans sowie die Abwicklung der Kassengeschäfte der Kommunen (Kommunalhaushalts- und -kassenverordnung - KomHKVO) in Kraft getreten. Die Online-Version finden Sie hier.Dazu ist ein Ausführungserlass (RdErl. d. MI vom 24.04.2017, Nds. MBl. S. 566) bekannt gegeben worden, der ver...
Mehr

Bund-Länder-Arbeitskreis "EPSAS" veröffentlicht Grundsatzpapier

13.04.2017
Der Bund/Länder-Arbeitskreis ist auf Staatssekretärsebene eingerichtet, unter Beteiligung des Bundesministeriums der Finanzen und der Länder Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen und Thüringen. Rheinland-Pfalz ist über die Innenministerkonferenz im Arbeitskreis vertreten. Das Grundsatzpapier wurde vom Bundesministerium der Finanzen veröffentlicht. Zunächst wird in ...
Mehr

Landesverwaltung NRW stellt auf Doppik um!

15.02.2017
Das Land Nordrhein-Westfalen stellt das staatliche Rechnungswesen auf die Doppik um. Begonnen hat das Projekt EPOS.NRW (Einführung von Produkthaushalten zur Outputorientierten Steuerung - Neues Rechnungs Wesen) bereits 2009 mit einer Pilotphase in der Justizverwaltung und dem Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales (MAIS). Mittlerweile arbeiten bereits rund 400 Dienststellen in dem neuen ...
Mehr
Aktuelle Veranstaltungen der KGSt

 26. - 27. November in Dortmund - Seminar Präsentieren von Controlling Daten 

 In der Regel sind in der Verwaltung zahlreiche Informationen aus dem Controlling grundsätzlich vorhanden. Die steuerungsrelevanten Daten werden aber nicht immer in dem Maße genutzt, wie es aus Sicht der Daten sammelnden Stellen wünschenswert wäre. Ein möglicher Grund dafür ist, dass das Controlling häufig als Zahlenfriedhof wahrgenommen wird. Die Daten werden eher zur Kenntnis genommen und nicht als Basis für zukunftsorientierte Entscheidungen genutzt.

Den steuerungsunterstützenden Stellen muss es gelingen, mehr Aufmerksamkeit mit dem Controlling zu erzeugen. Es gilt, relevante Controlling-Daten aus den Gesamtdaten herauszufiltern und adressatengerecht aufzubereiten. Dabei können Zahlen, Daten und Fakten über einen klugen Aufbau, interessante Inhalte und visuelle Anreize (z.B. mit Infografiken) das kommunale Berichtswesen sowie Präsentationen von und mit Controlling-Daten interessanter machen. Informationen dazu finden Sie hier.

18. - 22. November in Bonn - Seminar Controlling compact!

Der Lehrgang "Controlling compact" hat den Aufbau einer grundlegenden Methodenkompetenz zum Ziel. Die Wissensvermittlung erfolgt im Rahmen eines Planspiels (Kommune Eulenschlößchen). Über 5 Lehrgangstage hinweg werden zwei Gruppen (operativ und strategisch)ein kommunales Controlling-Konzept für die Beispielkommune aufbauen. Dabei werden bewährte Instrumente wie die Budgetierung, die Kosten- und Leistungsrechnung und der Aufbau eines Berichtswesens berücksichtigt. Ebenso angewendet und vermittelt werden Kenntnisse des Risikomanagements und des Risikocontrollings. Hier geht es zur Anmeldung.

Ansprechpartner

Bertelsmann Stiftung