Projektbeteiligte

Die KGSt und die Bertelsmann Stiftung treten gemeinsam für die Weiterentwicklung des kommunalen Haushalts- und Rechnungswesens ein.

Mit der Einführung der Doppik wurden die Grundlagen für eine verbesserte kommunale Steuerung geschaffen.  Der genaue Überblick über Vermögen, Schulden und Wert der kommunalen Leistungen, erlaubt verantwortungsvolle Finanzentscheidungen gegenüber der heutigen und zukünftiger Generationen.  

Die meisten Bundesländer, mit Ausnahme von Bayern und Thüringen,  haben die kommunale Doppik erfolgreich eingeführt. Bemerkenswert ist dabei die entstandene Vielfalt an rechtlichen Regelungen, die wiederum die Vergleichbarkeit auf nationaler Ebene erschwert. Mit Hilfe dieser Datenbank können die rechtlich unterschiedlichen Regelungen der Bundesländer eingesehen und verglichen werden.  

Bestrebungen der EU-Kommission zur Harmonisierung des Rechnungswesens in Europa haben dazu geführt, diese Datenbank um ausgewählte internationale Rechnungslegungs-standards - International Public Sector Accounting Standards (IPSAS) - zu erweitern, da diese eine mögliche Basis von zukünftigen europäischen Regelungen (EPSAS) sein können. Mit der Harmonisierung des Rechnungswesens in der EU verfolgt die EU-Kommission das Ziel, die Finanzdaten der Mitgliedsstaaten vergleichbarer und transparenter zu machen.

 

Über die KGSt

Die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) ist das von Städten, Gemeinden und Kreisen gemeinsam getragene Entwicklungszentrum des kommunalen Managements. Sie wurde 1949 in Köln gegründet. 

Gemeinsam mit und für ihre Mitglieder befasst sich die KGSt mit Führung, Steuerung und Organisation der Kommunalverwaltung. Sie wird finanziert aus Mitgliedsbeiträgen und Erlösen für besondere Leistungen (z.B. Seminare, Vergleichsringe, Beratung). Das macht sie unabhängig vom Staat und von politischen Organisationen. 


Über die Bertelsmann Stiftung

Die Bertelsmann Stiftung wurde 1977 von Reinhard Mohn errichtet. Sie basiert auf seiner Überzeugung, dass Eigentum mit gesellschaftlicher Verantwortung verbunden ist.

"Menschen bewegen. Zukunft gestalten. Teilhabe in einer globalisierten Welt": Dieser Leitgedanke fasst die Arbeit der Bertelsmann Stiftung zusammen. Teilhabe setzt dabei handlungsfähige Menschen und eine Gesellschaft voraus, die allen gleiche Chancen eröffnet.

Deutschland steht vor großen Herausforderungen, die aus Globalisierung, der Entwicklung zur Wissensgesellschaft, dem demographischen Wandel und wachsender Heterogenität der Bevölkerung resultieren.

Die Bertelsmann Stiftung tritt dafür ein, die kommunale Selbstverwaltung als Grundpfeiler des Gemeinwesens zu stärken, da diesen Herausforderungen auf lokaler Ebene am besten begegnet werden kann.  Aktuelle Ergebnisse aus dem Themenfeld kommunale Finanzen finden Sie unter diesem Link.

Die Schweiz hat in den letzten 20 Jahren auf allen staatlichen Ebenen das doppische Rechnungswesen eingeführt. Politik und Verwaltung sind kostenbewusster geworden und Ausgaben- und Schuldenbremsen verhindern die Verschiebung von Lasten auf künftige Generationen.

Prof. Dr. Ernst Buschor

Das neue doppische Haushalts- und Rechnungswesen ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer wirksamen Verwaltungssteuerung. Deshalb kommt seiner zielgerechten Ausgestaltung eine entscheidende Bedeutung zu.

Prof. Dr. Jürgen Gornas

Eine verbesserte Steuerung ist das Hauptziel des neuen Haushalts- und Rechnungswesens der Kommunen. Zweifelsfragen bei der Erstellung von Eröffnungsbilanzen und Jahresabschlüssen sollten deshalb nicht "technisch" gelöst werden. Vorrangig ist zu fragen, mit welcher Bilanzierungsalternative (im Rahmen des gesetzlich Zulässigen) die Steuerung am besten unterstützt werden kann.

Prof. Dr. Martin Richter

Privatwirtschaftliche Unternehmen verschiedenster Wirtschaftszweige können und müssen im Wesentlichen mit einem einheitlich geregelten externen Rechnungswesen auskommen. Vor diesem Hintergrund ist die sich entwickelnde Vielfalt an unterschiedlichen Regelungen im kommunalen Haushalts- und Rechnungswesen weder verständlich noch notwendig. Diese Uneinheitlichkeit erschwert erheblich den interkommunalen Erfahrungsaustausch und den interkommunalen Leistungsvergleich.

Prof. Dr. Andreas Lasar

IDW-Stellungnahmen zu den IPSASB-Vorschlägen zur Leasingbilanzierung

25.07.2018
Nach dem neuen Standardentwurf des IPSASB werden künftig grundsätzlich sämtliche Leasingverhältnisse in der Bilanz abgebildet. Das Kriterium des wirtschaftlichen Eigentums wird ersetzt durch den sogenannten Nutzungsrechtansatz. Anders als in IFRS16 Leasingverhältnisse sieht der IPSASB den neuen Bilanzierungsansatz jedoch nicht nur für den Leasingnehmer, sondern auch für den Leasinggeber vor. Die G...
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Gatzer zu EPSAS

24.07.2018
Im Interview mit dem Neuen Kämmerer wies Haushaltsstaatssekretär Werner Gatzer (SPD) auf die Vorteile und einen Mehrwert bei der Einführung Europäischer Rechnungslegungsstandards hin. Das Interview finden Sie vollständig hier.
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Aktuelle Veranstaltungen der KGSt

 10. - 11. Oktober 2019 in Bad Honnef - Seminar Erfolgreiches Forderungsmanagement für Kommunen! 

 Effektives Forderungsmanagement ist ein wichtiges kommunales Thema. Wachsende Außenstände, die Ausweisung der Forderungen in der Bilanz, knapper werdende Finanzmittel signalisieren Optimierungsbedarf. Wesentliche Problemstellungen sind Zahlungsverzug und Forderungsausfall. Darüber hinaus wird durch die Einführung des Neuen Kommunalen Haushalts- und Rechnungswesens mit dem Forderungsspiegel eine neue Transparenz über die kommunalen Forderungen erreicht. Eine effiziente Steuerung des Forderungsbestandes führt zu wirtschaftlichen Vorteilen bei den Kommunen. Wie dies gelingen kann, ist Schwerpunkt des Seminares.

Infos und Anmeldung hier.

18. - 22. November in Bonn -

Seminar Controlling compact!

Der Lehrgang "Controlling compact" hat den Aufbau einer grundlegenden Methodenkompetenz zum Ziel. Die Wissensvermittlung erfolgt im Rahmen eines Planspiels (Kommune Eulenschlößchen). Über 5 Lehrgangstage hinweg werden zwei Gruppen (operativ und strategisch)ein kommunales Controlling-Konzept für die Beispielkommune aufbauen. Dabei werden bewährte Instrumente wie die Budgetierung, die Kosten- und Leistungsrechnung und der Aufbau eines Berichtswesens berücksichtigt. Ebenso angewendet und vermittelt werden Kenntnisse des Risikomanagements und des Risikocontrollings. Hier geht es zur Anmeldung.

Ansprechpartner

Bertelsmann Stiftung