IDW-Stellungnahmen zu den IPSASB-Vorschlägen zur Leasingbilanzierung

Nach dem neuen Standardentwurf des IPSASB werden künftig grundsätzlich sämtliche Leasingverhältnisse in der Bilanz abgebildet. Das Kriterium des wirtschaftlichen Eigentums wird ersetzt durch den sogenannten Nutzungsrechtansatz. Anders als in IFRS16 Leasingverhältnisse sieht der IPSASB den neuen Bilanzierungsansatz jedoch nicht nur für den Leasingnehmer, sondern auch für den Leasinggeber vor.

Die Gründe hält das IDW für nachvollziehbar, denn im öffentlichen Sektor würden Leasingnehmer und -geber häufig demselben Konsolidierungskreis angehören. Durch die spiegelbildliche Bilanzierung ließen sich Probleme bei der Konsolidierung vermeiden.

Zur englischsprachigen Stellungnahme auf der Internetseite des IDW gelangen Sie hier.


Die Schweiz hat in den letzten 20 Jahren auf allen staatlichen Ebenen das doppische Rechnungswesen eingeführt. Politik und Verwaltung sind kostenbewusster geworden und Ausgaben- und Schuldenbremsen verhindern die Verschiebung von Lasten auf künftige Generationen.

Prof. Dr. Ernst Buschor

Das neue doppische Haushalts- und Rechnungswesen ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer wirksamen Verwaltungssteuerung. Deshalb kommt seiner zielgerechten Ausgestaltung eine entscheidende Bedeutung zu.

Prof. Dr. Jürgen Gornas

Eine verbesserte Steuerung ist das Hauptziel des neuen Haushalts- und Rechnungswesens der Kommunen. Zweifelsfragen bei der Erstellung von Eröffnungsbilanzen und Jahresabschlüssen sollten deshalb nicht "technisch" gelöst werden. Vorrangig ist zu fragen, mit welcher Bilanzierungsalternative (im Rahmen des gesetzlich Zulässigen) die Steuerung am besten unterstützt werden kann.

Prof. Dr. Martin Richter

Privatwirtschaftliche Unternehmen verschiedenster Wirtschaftszweige können und müssen im Wesentlichen mit einem einheitlich geregelten externen Rechnungswesen auskommen. Vor diesem Hintergrund ist die sich entwickelnde Vielfalt an unterschiedlichen Regelungen im kommunalen Haushalts- und Rechnungswesen weder verständlich noch notwendig. Diese Uneinheitlichkeit erschwert erheblich den interkommunalen Erfahrungsaustausch und den interkommunalen Leistungsvergleich.

Prof. Dr. Andreas Lasar

Niedersachsen: Neue KomHKVO mit Ausführungserlass

28.04.2017
Mit Fassung vom 18.04.2017 ist in Niedersachsen eine geänderte Verordnung über die Aufstellung und Ausführung des Haushaltsplans sowie die Abwicklung der Kassengeschäfte der Kommunen (Kommunalhaushalts- und -kassenverordnung - KomHKVO) in Kraft getreten. Die Online-Version finden Sie hier.Dazu ist ein Ausführungserlass (RdErl. d. MI vom 24.04.2017, Nds. MBl. S. 566) bekannt gegeben worden, der ver...
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Bund-Länder-Arbeitskreis "EPSAS" veröffentlicht Grundsatzpapier

13.04.2017
Der Bund/Länder-Arbeitskreis ist auf Staatssekretärsebene eingerichtet, unter Beteiligung des Bundesministeriums der Finanzen und der Länder Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen und Thüringen. Rheinland-Pfalz ist über die Innenministerkonferenz im Arbeitskreis vertreten. Das Grundsatzpapier wurde vom Bundesministerium der Finanzen veröffentlicht. Zunächst wird in ...
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Landesverwaltung NRW stellt auf Doppik um!

15.02.2017
Das Land Nordrhein-Westfalen stellt das staatliche Rechnungswesen auf die Doppik um. Begonnen hat das Projekt EPOS.NRW (Einführung von Produkthaushalten zur Outputorientierten Steuerung - Neues Rechnungs Wesen) bereits 2009 mit einer Pilotphase in der Justizverwaltung und dem Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales (MAIS). Mittlerweile arbeiten bereits rund 400 Dienststellen in dem neuen ...
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